Wintersonnenwende 21. Dezember

Die Wintersonnenwende war in vielen antiken und frühmittelalterlichen Kulturen ein wichtiges Fest, das oft ein paar Tage vor bzw. nach dem Datum der tatsächlichen Sonnenwende gefeiert wurde. Zur Zeit der Einführung des julianischen Kalenders lag die Wintersonnenwende auf dem 25. Dezember.

Umstritten ist, ob und in welcher Form die Germanen und andere Völker in Nordeuropa um die Wintersonnenwende das „Julfest“ feierten. Es ist unstrittig, dass das Wort „Julfest“ vor der Christianisierung in Gebrauch war. Die Kirche hatte vergeblich versucht, das Wort durch andere Begriffe zu ersetzen. 

Das christliche Weihnachtsfest, mit dem die Geburt Jesu gefeiert wird, findet nach der tatsächlichen Wintersonnenwende statt. Als das Weihnachtsfest im 4. Jahrhundert eingeführt wurde, legte man es auf den traditionellen kalendarischen Tag der Wintersonnenwende, den 25. Dezember, der zur Zeit der Einführung des julianischen Kalenders der tatsächliche Tag der Wintersonnenwende gewesen war.

Im 4. Jahrhundert lag die Wintersonnenwende faktisch zwar schon auf dem 21. Dezember, in den Kalendern wurde sie jedoch teils noch lange am 25. Dezember notiert. Im Laufe der Zeit wanderte die Wintersonnenwende immer weiter nach vorn im Kalender, bis sie mit der gregorianischen Kalenderreform, die die Verhältnisse des 4. Jahrhunderts wiederherstellte, wieder auf den 21. Dezember zu liegen kam. Je nach Glaubensrichtung gibt es im Christentum unterschiedliche Schwerpunkte und Zahl der Festtage. Teilweise beginnt mit dem zweiten Weihnachtstag eine sechstägige Nachfeier und manche Rituale finden erst im Januar statt.

Bücher zum Thema:

Wintersonnenwende Reihe Bd.1: Bevor die Flut kommt von Susan Cooper – ab 12-15
Wintersonnenwende Reihe Bd.2: Wintersonnenwende von Susan Cooper – ab 12-15
Wintersonnenwende Reihe Bd.3: Greenwitch von Susan Cooper – ab 12-15
Wintersonnenwende Reihe Bd.4: Der graue König von Susan Cooper – ab 12-15
Wintersonnenwende Reihe Bd.5: Die Mächte des Lichts von Susan Cooper – ab 12-15

Von Sonnwend bis Rauhnacht: Feste, Bräuche und Rituale im Kreislauf des Jahres von Valentin Kirschgruber
Das Wunder der Rauhnächte: Märchen, Bräuche und Rituale für die innere Einkehr von Valentin Kirschgruber
Die Rauhnächte: Die Zeit zwischen den Jahren und Welten von Dr. Angela Fetzner

Wintersonnenwende!
Nacht ist nun zu Ende!
Schenkest, göttliches Gestirn,
neu dein Herz an Thal und Firn!

O der teuren Brände!
Hebet hoch die Hände!
Lasset uns die Gute loben!
Liebe, Liebe, Dir da droben!

Wintersonnenwende!
Nacht hat nun ein Ende!
Tag hebt an, goldgoldner Tag,
Blühn und Glühn und Lerchenschlag!

O du Schlummers Wende!
O du Kummers Ende!

(Christian Morgenstern 1871 – 1914)

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